Mittwoch, 23. Mai 2018

Rezension "Löffelglück"

Titel: Löffelglück
Autor: Tracy Holczer
Verlag: Königskinder
ISBN: 978-3-551-56007-0
Seitenzahl: 320
Einbindungsart: Hardcove
Preis: 15,90 € (leider nur noch gebraucht erhältlich)


Zum Inhalt:
Seit Grace ihre Mutter tot am Fluss gefunden hat, ist nichts mehr so, wie es einmal war. Sie muss ihre beste Freundin und ihr Zuhause verlassen und zu ihrer Großmutter ziehen. Ihre Mutter fehlt ihr unendlich und ihr fällt es schwer sich in der neuen Umgebung einzufinden. Sie sperrt sich gegen jede Art von Zuwendung und beschließt im Schuppen zu wohnen. Doch plötzlich findet sie immer wieder Kraniche, mal aus Origami, mal aus anderem Material. Grace ist sich sicher, dass es sich dabei um ein Zeichen ihrer Mutter handelt. Und ehe sie es sich versehen kann, befindet sie sich auf einer Schatzsuche und folgt den Kranichen um wieder glücklich zu werden.

Meine Meinung:
Heute habe ich mal wieder ein Buch für euch bei dem ich zunächst einmal das Cover hervorheben muss. Ist das nicht einfach der absolute Oberhammer? Das schlichte grau, mit den wenigen goldenen Puntken sagt so viel aus. Eigentlich dachte ich, dass ich den Frauenköpfen auf Buchcovern etwas überdrüssig bin, doch hier passt es einfach wie die Faust aufs Auge. Ich könnte das Buch immer wieder aus dem Regal ziehen, nur um dieses wunderbare Cover zu betrachten.

Die Geschichte selbst brauchte bei mir einige Momente, bis ich richtig warm mit ihr wurde. Der Schreibstil war mir zunächst etwas zu holprig und auch die Geschichte selbst schaffte es erstmal nicht, mich vollständig zu überzeugen. Zudem muss ich zugeben, dass mir das Thema "verstorbene Mutter" doch recht nahe ging und ich so immer wieder schlucken musste und mir nicht sicher war, ob ich die Geschichte wirklich weiter lesen will. Dies geschah vor allem, weil ich Angst davor hatte zu viele Details über den Umstand ihres Todes zu erfahren, dies ist jedoch nicht der Fall. Zwar wird man als Leser kurzfristig in jene Nacht geworfen, doch spart die Autorin an den richtigen Stellen mit Details.

Die Grundstimmung der Geschichte ist zunächst eine sehr traurige. Grace verspürt kein Glück mehr in ihrem Leben und igelt sich total ein. Zu dem Verlust ihrer Mutter kommt der Umzug zu ihrer Großmutter hinzu, die sie überhaupt nicht kennt, da sie zeitlebens keinen Kontakt zu ihr hatte. Die Autorin schildert diese bedrückende Situation extrem authentisch und mit viel Gespür für die leisen Töne. Grace tat mir so unglaublich Leid und ich wünschte mir nichts mehr, als in das Buch hineinzuhüpfen und sie in den Arm zu nehmen.

Ich fand es schön, wie Grace nach und nach auftaute und die Geschichte sich spürbar entwickelte. Hier bekommen wir alles andere, nur keine eindimensionale Geschichte, die auf der Stelle tritt, was ich wirklich gut finde. Zwar packte mich die Handlung auch im weiteren Verlauf nicht vollständig, doch übte sie trotzdme eine gewisse Faszination aus, die ich mir nicht richtig erklären konnte.

Gemeinsam mit Grace und ihrer Freundin begab ich mich auf die Suche nach den Kranichen. Natürlich war mir von vorne herein klar, dass diese nicht von ihrer Mutter stammten, doch interessierte mich natürlich die Geschichte dahinter. Auch die Bedeutung der Kraniche für Grace, wird im weiteren Verlauf der Geschichte immer klarer.

"Löffelglück" ist ein sehr ruhiges Buch, ohne nennenswerte Höhepunkte. Diese besondere Leichtigkeit gibt der Geschichte jedoch das ganz gewisse Etwas. Die Entwicklung, die besonders Grace durchmacht ist faszinierend zu beobachten. Alles in allem, habe ich das Buch richtig gerne gelesen, auch wenn es mich nicht absolut umgehauen hat.

Fazit:
Ein berührendes Jugendbuch, das ganz leise Töne anschlägt und mit diesen überzeugt und zu fesseln vermag. Es gab einige Stellen, die mich nicht ganz so fesseln konnten, trotzdem habe ich das Buch sehr gerne gelesen.

Montag, 21. Mai 2018

Rezension "Freundinnen für alle Felle - Der tollste Hund der Welt"

Titel: Freundinnen für alle Felle - Der tollste Hund der Welt
Autor: Monika Wittmann / Eleonore Gerhaher
Verlag: Carlsen
ISBN:  978-3-646-92440-4
Seitenzahl: 96
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Alter: ab 7

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Julia ist Tierärztin. Seit sie Sofies Babysitterin war, sind die beiden beste Freundinnen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass sie Julia in ihrer Tierarztpraxis helfen darf und zudem selbst den Traum hat Tierärztin zu werden. Dadurch dass sie sich so häufig in der Praxis aufhält, vergisst sie jedoch ab und an ihre Hausaufgaben und so kommt es, dass sie einen Brief von ihrer Lehrerin bekommt. Sofie traut sich nicht diesen ihren Eltern zu zeigen und als wäre das nicht schlimm genug wird plötzlich der Hund ihres Freundes krank und auf einmal geht es um Leben und Tod.

Meine Meinung:
Dies ist der erste Band aus der Reihe "Freundinnen für alle Felle", den ich zufällig entdeckt habe. Da ich immer auf der Suche nach neuen Kinderbuchreihen bin, war ich gespannt was mich hier erwarten würde.

Grundsätzlich würde ich sagen, dass es eigentlich immer eine gute Idee ist eine Kinderbuchreihe auf dem Thema "Tiere" aufzubauen. Wie viele Kinder haben wohl den Wunsch Tierarzt zu werden oder ein Haustier zu haben? Und genau dieses Thema setzt die Autorin um.

Jedes Kapitel startet mit einem total niedlichen Bild und auch zwischendurch gibt es immer wieder wirklich zuckersüße Bilder, die mich emotional total erreicht haben und die das Buch zu einer absolut runden Geschichte machen.

Sofie, die Julia immer wieder in ihrer Tierarztpraxis helfen darf ist manchmal recht altklug und gibt mit ihrem Wissen über Tiere an, was ich etwas nervig fand. Auch bei ihrem Freund muss sie immer wieder raushängen, wie viel sie über Tiere weiß. Allerdings kommt ihm und seinem Hund das dann letztendlich auch zu Gute, da sie dem Tier so das Leben rettet.

Als es dem Hund so schlecht geht, wird die Geschichte plötzlich richtig dramatisch und ich fing sogar an mitzufiebern. Ich hoffte, dass der Hund nicht stirbt, denn auch wenn man Kinder nicht grundsätzlich von diesem traurigen Thema fernhalten kann, so müssen sie doch nicht in einer so harmlosen Tiergeschichte damit konfrontiert werden. Und zum Glück kann ich sagen, dass hier alles gut ausgeht.

Der Schreibstil der Autorin ist kindgerecht und locker leicht zu lesen. Ich denke Kinder der Zielgruppe werden sehr viel Spaß mit der Reihe haben. Auch ich habe das Buch gerne gelesen und bis auf Sofies altkluge Art, mochte ich es auch wirklich sehr gerne.

Schön fand ich es auch, dass Sofie über die Tiere ihre Hausaufgaben vergisst. Natürlich fand ich die Tatsache an sich nicht schön, jedoch fand ich es gut, dass das in diesem Buch thematisiert wird. Es ist einfach total realistisch, dass es für Kinder so oft so viele Dinge gibt, die viel wichtiger als Hausaufgaben sind. Und so denke ich, dass Kinder sich mit dieser Geschichte richtig gut identifizieren können.

Irgendwann werde ich sicherlich noch die weiteren Teile lesen und bin gespannt, welche Abenteuer Sofie und Julia noch erleben und was man alles ganz nebenbei über Tiere erfährt.

Fazit:
Ein schönes Kinderbuch, welches das Thema Tiere thematisiert und mir in seiner Einfachheit sehr gut gefallen hat. Lediglich die Protagonistin Sofie ging mir stellenweise etwas auf die Nerven, da sie ziemlich altklug ist. Ansonsten kann ich das Buch - vor allem für tierbegeisterte Kinder - uneingeschränkt empfehlen.

Samstag, 12. Mai 2018

[Aktion] Ein letzter Tanz


Hallo meine Lieben,

heute möchte ich euch entführen. Entführen auf einen Ball, zu einem letzten Tanz zu Ehren der Königskinder. Und auch wenn ich diese wunderbaren Bücher erst sehr spät lieben gelernt habe, so merke ich doch, dass ich einen Kloß im Hals habe, beim Schreiben dieses Beitrags. Lasst euch von mir ein letztes Mal mitnehmen zu einem besonderen Tanz der zeigen soll, wie sehr mir und auch allen die Teilnehmer dieser Aktion sind (verlinke ich euch am Ende) die Königskinder am Herzen liegen. Lasst euch anstecken mit unserer Begeisterung und besorgt euch diese Bücher, so lange sie noch zu haben sind.

Stellt euch einen Ball, im Stile von Cinderella vor. Auf diesem Ball werden euch die Protagonisten aus einigen meiner Lieblingsbüchern begegnen. Im Abspann verrate ich euch, aus welchen Büchern diese Personen sind. Und nun kommt mit rein, es geht schon los:

(c) Königskinder
Nachdem ich mich festlich angezogen, mich gerichtet und genügend Taschentücher eingepackt habe, betrete ich einen großen Ballsaal, der bereits gerammelt voll mit Menschen ist. Ich weiß gar nicht wen ich zuerst begrüßen, mit wem ich zuerst ins Gespräch kommen soll. Gleich am Eingang fallen mir zwei Personen direkt ins Auge, denn sie tragen zitronengelbe Kleidung. Nicht zu übersehen sind die etwas merkwürigen Accessoires, die die beiden dabei haben. Das Mädchen klammert sich fast panisch an einem Buch fest, der Mann hat eine Zitrone in der Hand. Als ich näher komme erfahre ich, dass das Mädchen Calypso heißt und der Mann ihr Vater ist. Calypso scheint froh zu sein, dass ihr Vater endlich wieder unter Menschen geht, ihr Vater ist jedoch recht unsicher. Und so lasse ich die beiden erstmal in Ruhe und gehe meiner Wege. Im Hintergrund höre ich noch, wie Calypso freudig "Maeee" schreit, dann bin ich zu weit weg um noch mehr zu hören.

(c) Königskinder
Da ich merke, dass mein Magen anfängt bedenklich zu knurren, mache ich einen Abstecher zum Gabe heißt und er mit seiner Schwester Vera und seiner Freundin Sloane da ist. Schnell bekomme ich mit, dass Gabe und Sloane noch nicht lange ein Paar sind und ihre Geschichte weit über eine Liebesgeschichte hinaus geht. Auch dass ein Gemälde eine besondere Rolle spielt, erfahre ich. Da wir feststellen, dass diese Geschichte zu lange für einen Abend ist, beschließen wir spontan, am nächsten Tag einen Kaffee miteinander zu trinken, damit ich alles weitere erfahre.
Buffett, welches wirklich fantastisch bestückt ist. In einer Ecke stehen drei junge Menschen zusammen und unterhalten sich bestens. Sie scheinen sich pudelwohl zu fühlen. Zwei Mädchen und ein Junge. Wobei ich bemerke, dass der Junge dem einen Mächen sanft über den Rücken streicht, während er mit dem anderen ebenfalls recht vetraut ist. Ich beschließe mich der Gruppe zu nähern, da sie recht sympathisch und offen auf mich wirken. Als ich mich vorstelle, erfahre ich, dass der Junge

(c) Königskinder
Plötzlich stelle ich fest, dass es neben dem Ballsaal einen weiteren kleinen Raum gibt. Dort werden anscheinend Filmklassiker gezeigt, was mich zunächst etwas irritiert. Doch schnell wird mir klar, dass das gar keine so schlechte Idee ist, denn nun gibt es auch ein Programm für die Menschen, die nicht so gerne tanzen. Als ich einen Blick hinein werfe stelle ich fest, dass es nicht nur Klassiker zu sehen gibt, denn im Moment läuft einer meiner Lieblingsfilme "Pitch Perfect". Also beschließe ich, mir eine kurze Auszeit von dem Trubel auf dem Ball zu nehmen und lasse mich in einen der gemütlichen Sessel sinken. Passenderweise gibt es sogar Popcorn. Haaach es gibt doch nichts herrlicheres als Kinopopcorn, welches noch schön warm ist und duftet. Eigentlich dachte ich, dass ich den Raum für mich habe, umso erschrockener bin ich, als plötzlich Stimmen hinter mir zu hören sind. Diese werden immer lauter. "Nein Bailey, dieser Mädchfilm ist sicherlich kein Klassiker... auch kein moderner." Ich muss nicht lange auf die Antwort des Mädchens warten, die ihren Filmgeschmack tapfer verteidigt. "Porter, ich glaube wir müssen nochmal dringend über deine Wissen um gute Filme reden. Vielleicht muss ich mich auf der Stelle von dir trennen." Kurz bin ich etwas geschockt aufgrund der Heftigkeit ihrer Aussage, merke jedoch schnell, dass das Spaß war. So verliebt wie Bailey ihren Freund anschaut, wird sie eine kleine Meinungsverschiedenheit bei einem Film sicher nicht auseinander bringen. Moment mal? Bailey? Irgendwas klingelt da bei mir. Ich glaube ich habe Bailey schon mal in dem großen Museum bei uns gesehen und irgendwie habe ich am Rande mitbekommen, dass sie und Porter ganz schön lange gebraucht haben, bis sie zusammen waren. Ich glaube die beiden muss ich mir bei Gelegenheit mal schnappen, um mehr zu erfahren.

(c) Königskinder
Als ich zurück in den Ballsaal komme, merke ich, dass dieser sich auffallend geleert hat. Schnell Abbott, falls ich mich vorstellen darf. Und dies ist meine Begleitung Jervis Pendleton. Sind wir hier richtig auf dem allerletzten königlichen Ball? Wir haben neben unseren ganzen Verpflichtungen und dem Waisenhaus nun endlich mal wieder einen freien Abend und wollen diesen bei einem, gepflegen Tanz genießen." Ich teile ihnen mit, dass sie hier absolut richtig sind, wundere mich aber weiterhin über ihre merkwürdige Erscheinung. Ich beschließe dem später auf den Grund zu gehen und die beiden erstmal ankommen zu lassen.
stelle ich fest warum. Denn auch mich zieht es plötzlich nach draußen, als ich Pferdehufengeklapper und lautes Wiehern höre. Als ich in die Eingangshalle komme, sehe ich gerade noch, wie eine Kutsche vorfährt. Verwundert blicke ich den beiden etwas altmodisch gekleideten Personen entgegen, die aus dieser aussteigen. Eine Kutsche ist doch ein recht merkwürdiges Gefährt, sehe ich sonst doch überall nur Limousinen parken. Meine Augen werden immer größer, als ich sehe, wie zuvorkommend der Mann die recht junge Frau behandelt. Sie hakt sich bei ihm unter, er öffnet ihr alle Türen. Auch die Menschenmenge die sich inzwischen in der Eingangshalle versammelt hat, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Entschlossen gehe ich auf die beiden zu, denn ich beschließe mich zu erkundigen, ob sie hier richtig sind. "Verzeihung Miss..?" "...

(c) Königskinder
Als ich zurück in den Ballsaal komme entdecke ich zwei Personen, die der Masse nach drauße nicht gefolgt sind. Zunächst wundere ich mich darüber, doch dann stelle ich fest, dass der Mann ziemlich verwirrt aussieht und nicht so genau zu wissen scheint, wo er ist. Plötzlich fängt er aus heiterem Himmel an zu schreien "Foster ich will hier sofort weg. Ich langweilige mich und die ganzen Menschen starren mich alle an. Außerdem wundern sich meine Eltern sicherlich, warum ich schon so lange weg bin. Papa sagt, ich muss um 22 Uhr daheim sind." Das irritiert mich noch mehr, denn es handelt sich sichtbar um einen erwachsenen Mann, der sichlich nicht mehr die Erlaubnis seiner Eltern braucht um weg zu gehen. Da der kleine Junge, der neben ihm steht, ihn völlig verzweifelt und überfordert ansieht, beschließe ich zu helfen. Ich nähere mich den beiden und frage den kleinen Jungen, ob alles in Ordnung ist. Da bricht er in Tränen aus und gesteht mir, dass er unerlaubterweise mit seinem Papa von daheim abgehauen ist. Denn sein Papa ist krank und vergisst viel, manchmal sogar seinen eigenen Namen und darf eigentlich gar nicht alleine unterwegs sein. Forster wollte ihm nur einen schönen Abend machen, doch merkt jetzt, dass das gar keine gute Idee war. Ich biete ihm an, seine Mutter zu informieren, was er dankend annimmt. Kurze Zeit später stürmt eine Frau hektisch den Ballsaal und entschuldigt sich in aller Form bei mir für die Umstände. Sie erklärt mir, dass ihr Mann an Alzheimer in einer sehr schweren Form leidet und hier gar nichts zu suchen hat. Da ich aber ganz anderer Meinung bin, lade ich die drei ein, den weiteren Abend hier zu verbringen, denn gleich steht ein großes Highlight bevor.

Kaum habe ich zu Ende gesprochen gehen die Lichter im Saal aus. Die Musik wird leiser und ein einzelner Spot erscheint in der Mitte der Tanzfläche. Schon bevor ich sie sehen kann, weiß ich, dass sie den Raum betreten hat, denn ein Raunen geht durch die Menge. Barbara König, die ein auffallendes Ballkleid trägt, betritt am Arm eines äußerst adrett gekleideten Mannes den Raum. Die Verantwortliche dieser Veranstaltung möchte den Mitternachtstanz persönlich eröffnen. Mit Tränen in den Augen bedankt sie sich für das Kommen aller und die Zeit, die sie gemeinsam verbringen durften. Als die Musik anschwillt, beginnen sie und ihr Begleiter einen Walzer zu tanzen. Schnell schließt sich die Menge an und auch ich beschließe mir eine Tanzbegleitung zu suchen.

Falls ich euch nun neugierig machen konnte und ihr wissen wollt, was ich von den einzelnen Personen erfahren habe, als ich nach ihrer Geschichte gefragt habe, so müsst ihr euch die folgenden Bücher besorgen, denn alle Geheimnisse werde ich hier natürlich nicht lüften. ;)

Starring:
Calypso, ihr Vater & Mae ~ Jo Cotterill, Eine Geschichte der Zitrone
Gabe, Vera & Sloane ~ Emma Mills, Nicht nur ein Liebesroman
Bailey & Porter ~ Jenn Bennett, Annähernd Alex 
Judy Abbott & Jervis Pendleton ~ Jean Webster, Lieber Daddy Long Legs 
Foster & sein Vater ~ Dianne Touchell, Foster vergessen
Barbara König ~ Verlegerin Königskinderverlag

Nachdem ich nun meinen Beitrag geschrieben habe, möchte ich noch kurz ein paar persönliche Worte anfügen. Ich muss zugeben, dass mich dieser Beitrag emotional ziemlich mitgenommen hat, denn er bedeutet ein Ende. Ein Ende der wunderbaren Königskinder, ein Ende aller Aktionen, die jemals zu Ehren dieser wunderbaren Bücher veranstaltet wurden. Meine Liebe für die Königskinder entdeckte ich erst dieses Jahr, also nach dem offiziellen aus für den Verlag. Schnell besorgte ich mir nach und nach alle Bücher, da ich merkte, was für literarische Perlen bei den Königskindern verlegt sind. Ich kann euch allen nur ans Herz legen, euch noch so viele Bücher wie möglich zu besorgen, denn hier bekommt ihr richtig gute Literatur, die sich abseits jeden Mainstreams auch schwierigen Themen annimmt. In der Masse der Neuerscheinungen sind solch sorgfältig ausgewählte Geschichten selten geworden, weswegen ich es jammerschade finde, dass dies nicht genug von der Leserschaft angenommen wurde. Ich danke Baraba König für jede dieser Perlen in meinem Regal. Ich freue mich, dass ich noch einige ungelesen hier stehen habe und so immer wieder die Möglichkeit habe zu einer besonderen Geschichte zu greifen. Die heutige Aktion soll den Königskindern ein letztes Mal die Ehre erweisen, ein letztes Mal zeigen, wie sehr sie mir und auch allen anderen Teilnehmern am Herzen liegen. Bitte schaut auch unbedingt auf den anderen Blogs vorbei, denn jeder Beitrag ist einzigartig und mit viel Herzblut verfasst worden.

Die teilnehmenden Blogs der heutigen Aktion:


Freitag, 11. Mai 2018

Rezension "Die Schule der magischen Tiere - Voller Löcher!"

Titel: Die Schule der magischen Tiere - Voller Löcher!
Autor: Margit Auer
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-65272-0
Seitenzahl: 224
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 9,99 € / 6,99 €
Alter: ab 8
Band: 2

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Alle Kinder mussten schwören, dass niemand von der magischen Zoohandlung und den magischen Tieren erfährt. Doch als Ida Besuch von ihrer besten Freundin bekommt, kann sie das Geheimnis einfach nicht für sich behalten und erzählt ihr alles. Schnell bekommt sie jedoch Angst, ob sie mit Konsequenzen rechnen muss. Doch zunächst gibt es ganz andere Probleme an Idas Schule. Der Schulhof und der Schulgarten sind plötzlich voller Löcher und keiner kann sich erklären wieso. Was zunächst recht harmlos wirkt, wird plötzlich richtig gefährlich, denn die Statik der Schule gerät in Gefahr. Ida und ihre Freunde beschließen gemeinsam herauszufinden, was hinter den Löchern steckt.

Meine Meinung:
Dies ist der zweite Band aus der Reihe "Die Schule der magischen Tiere". Man kann ihn durchaus unabhängig vom ersten Band lesen, ich würde jedoch empfehlen mit Band 1 anzufangen, da dort die magische Zoohandlung erklärt wird und wie die Kinder zu ihren magischen Tieren kommen.

Auch dieser zweite Band hat mir gut gefallen. Ich finde diese Reihe für Kinder ab 8 wirklich schön zu lesen. Ich denke gerade Kinder, die einen starken Wunsch nach einem Haustier haben, werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Welches Kind träumt nicht von so einem magischen Tier, mit dem es sich sogar unterhalten kann? Margit Auer setzt diese Kinderträume richtig schön um.

Schön fand ich es, als Ida Besuch von ihrer alten Freundin bekommt und sich natürlich postwendend verplappert. Natürlich ist dies absolut realistisch und entspricht dem kindlichen Verhalten in diesem Alter. Zudem fand ich die Begegnung zwischen Ida und ihrer Freundin einfach auch richtig schön.

Der Schreibstil von Margit Auer ist toll zu lesen und sie vereint in ihrer Geschichte alles, was ein gutes Kinderbuch haben muss. Sie ist humorvoll, gut geschrieben und wird sogar zeitweise richtig spannend. Denn auch ich konnte mir nicht erklären, was es mit den Löchern auf sich hat. Umso spanennder und letztendlich auch amüsanter fand ich dann die Aufklärung der Autorin, dieser mysteriösen Sache.

Und auch die magischen Tiere kommen wieder nicht zu kurz. Neue Kinder bekommen neue magische Tiere. Ich fand es richtig spannend und fieberte mit den Kindern mit, wer wohl als nächstes ein magisches Tier bekommen wird. Auch das Ende der Geschichten finde ich immer toll, denn da gibt es schon einen Ausblick auf die nächsten Bände, da wir als Leser erfahren, welche neuen magischen Tiere dazu kommen.

Fazit:
Ein wunderbarer zweiter Teil, einer wunderbaren Kinderbuchreihe, die mich jedes Mal aufs Neue gut unterhält und dieses Mal sogar richtig gefesselt hat, denn es war stellenweise richtig spannend. Die magischen Tiere finde ich extrem niedlich und den Schreibtil der Autorin super zu lesen.

Sonntag, 6. Mai 2018

Rezension "Soulsystems - Erkenne, was du bist"

Titel: Soulsytems - Erkenne, was du bist
Autor: Vivien Summer
VerlagImpress
ISBN:  978-3-646-60379-8
Seitenzahl: 459
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Band 3/5

!Achtung! Bei diesem Buch handelt es sich um einen dritten Teil, diese Rezension könnte Spoiler enthalten!

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
So viel ist passiert, so viel wurde unternommen um Soul Systems zu stürzen, doch alles ging bisher schief. Und nun gibt es eine neue Chance. Seit Ella und River auf der Erde und bei den Rebellen sind stehen alle Zeichen auf Angriff. Allerdings haben Ella und River ganz andere Probleme. Denn River hält Ella für seine verstorbene Freundin und Ella erfährt Wahrheiten die sie mehr als alles schockieren. Und dann ist da noch Rhea im Gefängnis auf der "Zuchtstation". Seit Caden weg ist, schwebt sie in großer Gefahr, zudem merkt sie, dass sie ihn vermisst. Doch dann trifft auch Rhea auf die Rebellen und ihr komplettes Leben verändert sich.

Meine Meinung:
Dies ist der dritte Teil aus der Soulsystemsreihe. Schon die ersten beiden Bände haben mir gut gefallen, diese spielten jedoch zum größten Teil auf dem Mars. Nun war ich sehr gespannt, wie es nach dem Ende des zweiten Bandes auf der Erde weitergeht.

Ich muss zugeben, dass mir Ella anfing etwas auf die Nerven zu gehen und ich die Story rund um ihre Person recht verwirrend fand. Ich kam stellenweise nicht so ganz mit. Natürlich war mir klar, für wen River Ella hält, aber, was dann noch alles kam, war doch ziemlich viel und verwirrend. Ich wusste plötzlich gar nicht mehr, wer wer war, da gefühlt überall Doppelgänger rumrannten und wer auf welcher Seite stand, denn das ist auch nicht mehr so klar.

Auch die Spannung fehlte mir leider an der ein oder anderen Stellen, weswegen ich diesen dritten Teil leider etwas schwächer als seine Vorgänger finde. Hier wurden Stellen in die Länge gezogen und es dauerte bis die Geschichte zu potte kam, was ich sehr schade finde. Der Flow der Vorgänger fehlte mir leider. Ich war nicht so gefesselt und wartete häufig darauf, dass die Geschichte von der Stelle kam. Trotzdem kamen immer wieder Stellen, die mich überraschten, mit denen ich nicht gerechnet hatte.

An sich mag ich die Grundidee von Soulsystems, allerdings habe ich das Gefühl, dass in jedem Band so viel neues dazu kommt, dass die Geschichte etwas durcheinander gerät. Für mich fühlte es sich so an, als würde die Autorin vor Ideen nur so sprühen - was ja eigentlich super ist - und versucht nun alles in diese Geschichte zu packen, was ihr einfällt. Das war teilweise etwas zu viel, da dadurch manche Stellen zu kurz kamen, andere dafür in aller Ausführlichkeit breit getreten wurde.

Ich merke gerade beim Schreiben dieser Rezension, dass diese im Moment viel negativer klingt, als sie eigentlich sollte. Ich habe das Buch trotz der negativen Punkte gerne gelesen, denn ich mag die Welt die Vivien Summer erschaffen hat. Ich mag ihre Art zu schreiben und ihre gut ausgefeilten Charaktere. Sie schafft es, mich extrem neugierig darauf zu machen, was als nächstes passiert, denn das ist noch etwas, was ich absolut positiv finde. Summer lässt sich nicht in die Karten schauen, sie schreibt unvorhersehbar und hat hoffentlich noch viele Überraschungen auf Lager.

Fazit:
Ein dritter Teil, de rmich leider nicht so überzeugen konnte, wie seine Vorgänger. Allerdings bin ich trotzdem sehr gespannt, wie es in den folgenden Bänden weitergeht und was die Autorin noch für Überraschungen auf Lager hat.

Samstag, 5. Mai 2018

Rezension "Eine Woche für die Ewigkeit"

Titel: Eine Woche für die Ewigkeit
Autor: Nina LaCour / David Levithan
VerlagCarlsen
ISBN: 978-3-551-58362-8
Seitenzahl: 288
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 16,99 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Es ist Zeit für die Pride Week. Kate und Mark nehmen daran teil. Kate und Mark, die sich aus der Schule kennen und beide Liebeskummer haben. Er wegen seinem besten Freund, in den er schon seit einer Weile rettungslos verliebt ist. Sie wegen einem Mädchen, welches sie noch nie gesehen hat, außer auf einem Foto. Auf der Pride Week treffen Markund Kate aufeinander und mögen sich auf Anhieb. Gegenseitig versuchen sie sich zu unterstützen und bei ihren Problemen zu helfen und merken plötzlich, wie wichtig Freundschaft ist.

Meine Meinung:
Dies ist mein erstes Buch von David Levithan. Ich habe schon so viel Gutes von ihm gehört, dass ich endlich auch mal eine Geschichte von ihm lesen wollte. Leider konnte er mich nicht ganz so überzeugen, wie er das schon bei anderen geschafft hat.

Vor dem Lesen war mir nicht bewusst, dass seine Bücher immer (?) oder jedenfalls sehr häufig von Homosexuellen erzählen. Nicht, dass ich etwas gegen Homosexuelle habe, doch muss ich zugeben, dass ich mich in diese Welt rund um den Pride Day erst reinfinden musste. Da ich selbst davon vorher noch nie gehört habe und mich auch nicht in dieser Welt bewege, war das alles etwas schräg und neu für mich.

Zudem hatte ich das Gefühl, dass alles so gewollt war. Ich mag Liebesgeschichten in Büchern und natürlich ist es da völlig normal und ok, dass da auch gleichgeschlechtliche Liebesgeschichten vorkommen. Doch müssen in einem Buch wirklich alle homosexuell sein? Ist das realistisch? Ich hatte hier wirklich das Gefühl, der Autor macht das auf Teufel komm raus. Das störte mich und ich hätte es lieber gesehen, wenn es eine Clique gewesen wäre, in der es die verschiedensten Paarungen gegeben hätte.

Der Schreibstil von Levithan & LaCour ist angenehm zu lesen und macht das Buch zu einer lockeren und leichten Lektüre für Zwischendurch. Leider konnte sie mich von den Emotionen her nicht so richtig erreichen. Die Liebesgeschichten, sowohl die von Mark, als auch die von Kate berührten mich nicht wirklich. Es war mir einfach egal, ob die beiden ihre Liebe finden oder nicht. Die Freundschaft zwischen Mark und Kate gefiel mir jedoch sehr gut. Ich fand es toll wie schnell die beiden feststellten, dass sie sich mögen und anfiegen sich bei der Suche nach ihrer Liebe zu unterstützen.

Das Ende der Geschichte ist schön und rund und passt zum Verlauf der Geschichte. Ich fühlte mich alles in allem recht gut unterhalten und freute mich auch über den Abschluss der Story.

Fazit:
Ein Buch, das mich nicht komplett überzeugen konnte. Der Schreibstil der Autoren und die Freundschaft der beiden Protagonisten gefiel mir zwar gut. Doch die Liebesgeschichten und die Thematik der Homosexualität konnte mich nicht vollständig überzeugen.

Rezension "Die Gabe des Boten"

Titel: Die Gabe des Boten
Autor: Lois Lowry
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-58140-2
Seitenzahl: 191
Einbindungsart: Hardcove
Preis: 14,50 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Matty ist ein kleiner Junge. Er wohnt in Dorf und kennt sie als einziger der Bewohner mit Wald aus. Und so ist er derjenige, der Botschaften in die umliegenden Dörfer bringt, wenn dies nötig ist. Eines Tages beginnt Wald sich jedoch zu verändern, er wird aggressiv und greift jeden an, der versucht ihn zu durchqueren. Doch nicht nur Wald verändert sich, nein auch die Bewohner in Mattys dorf werden verschlossen und wollen Dorf für Neuankömmlinge schließen. Und so macht sich Matty auf den langen beschwerlichen Weg durch Wald um die anderen Dörfer zu informieren und die Tocher von Seher zu holen. Und dies alles trotz der großen Gefahren, die dort auf ihn lauern. Er weiß nicht, dass er sich damit in tödliche Gefahr begibt.

Meine Meinung:
Heute habe ich noch eine Rezension zu einem Buch für euch, für das ich gefühlte Ewigkeiten gebraucht habe, da ich zu keinem Zeitpunkt mit der Geschichte warm wurde.

Wie man schon an der Inhaltsangabe erkennen kann, ist die Welt in der Matty lebt, eine sehr komische. Die Dinge werden, als Dorf, Wald usw. bezeichnet und haben keine richtigen Namen. Oder, wenn man der Geschichte richtig folgt, dann sind das genau die Namen, die alle nach einer Weile bekommen. Es sind die wahren Namen von Dingen und Personen. Auch Matty wartet sehnsüchtig darauf seinen wahren Namen zu erfahren, der gleichzeitig seine Berufung darstellt.

Doch zunächst muss sich Matty um das Problem mit den Dorfbewohnern und Wald kümmern und so macht er sich auf zu einer gefährlichen Reise. Und ab da wird es stellenweise richtig brutal. Wald ist ganz schön rücksichtslos und versucht Matty unter allen Umständen loszuwerden. Doch so richtig spannend wurde es trotzdem nicht. Dies lag vermutlich auch mit daran, dass ich mich einfach nicht mit dem merkwürdigen Schreibstil anfreunden konnte.

Ich muss zugeben, dass die Idee des Autors eigentlich gar nicht so schlecht ist. Man hat mal eine ganz andere Umgebung, eine ganz andere Idee, eine ganz andere Art zu erzählen. Doch gefallen hat sie mir trotzdem nicht wirklich.

Ich konnte auch keinerlei Beziehung zu den Charakteren aufbauen. Alle waren etwas verschroben und dadurch auch irgendwie unnahbar. Mir fehlten auch so bisschen die Bilder im Kopf, die ich sonst oft bei Geschichten habe. Auch dies lag vermutlich an dem Schreibstil der für mich einfach sehr schwergängig war. Ich musste mich oft zwingen, das Buch wieder zur Hand zu nehmen, denn es machte nur wenig Spaß. Gerne hätte ich es zwischendurch abgebrochen, doch ich biss mich durch.

Das Ende war sogar recht spannend. Es gab einen richtigen Showdown, der mich kurzfristig fesseln konnte. Und auch der Schluss selbst ist eigentlich recht gut und rund. Er schließt die Geschichte gut ab. Trotzdem leider kein Buch, welches mich überzeugen konnte.

Fazit:
Leider einer meiner Flops dieses Jahr. Vom Schreibstil und der Geschichte her, hat mir dieses Buch leider gar nicht gefallen. Es fiel mir schwer an der Geschichte dran zu bleiben, denn bis auf einige kurze Momente fehlte zudem jegliche Spannung.

Dienstag, 1. Mai 2018

Rezension "Sternschnuppengeflüster"

Titel: Sternschnuppengeflüster
Autor: Sofie Carmer
VerlagCarlsen
ISBN: 978-3-551-65184-6
Seitenzahl: 288
Einbindungsart: Hardcove
Preis: 11,99 €
Alter: ab 11

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Leni ist in Nick verliebt, doch dieser ist der Schwarm aller Mädchen und Leni glaubt nicht, dass sie eine Chance bei ihm hat. Amelies Eltern streiten sich nur noch und stehen scheinbar kurz vor der Scheidung. Und Paula möchte unbedingt Schauspielerin werden, doch ihre Eltern halten gar nichts davon. Alle drei haben ein Problem, welches sie innerhalb der Sommerferien lösen wollen und alle drei stoßen unabhängig auf eine App, die ihnen genau das verspricht. Doch kann das wirklich stimmen? Alle drei melden sich an und lernen sich durch Zufall kennen. Gemeinsam setzen sie alles daran, ihre Probleme zu lösen. Ob das klappen wird?

Meine Meinung:
Dieses Jugendbuch ab 11 Jahren ist eine unheimlich leichte Lektüre, die ich gerne gelesen hab. Perfekt für laue Sommernächte weiß sie auf harmloseste Art gut zu unterhalten.

Bevor ich euch erzähle, was mir alles gut gefallen hat, möchte ich aber zunächst kurz auf die Altersangabe eingehen. Dieses Buch wird vom Verlag ab 11 empfohlen und genau dies merkt man auch an den Protagonisten, wie ich finde. Ich möchte damit gar nicht sagen, dass ich der Altersangabe widerspreche, viel mehr finde ich es schade, dass das Verhalten der Protagonisten so gar nicht zu ihrem Alter passen mag. Denn die drei Mädchen in der Geschichte sind nicht etwa 11, nein sie sind 14/15. Leider verhalten sie sich aber in meinen Augen eher wie 11-jährige, was ich extrem anstrengend fand. Stellenweise musste ich aufgrund ihres kindischen Verhaltens die Augen verdrehen und konnte gar nicht glauben, dass ich eigentlich ausgewachsene Teenager vor mir hatte. Dies führte dazu, dass ich beim Lesen eher Kinder vor Augen hatte, was ich echt schade finde. Zwar passt das Verhalten zur Altersangabe des Buches, doch eben nicht zum angegeben alter der Protagonisten. Ich finde, da ging eindeutig was schief.

Jetzt aber zu den positiven Dingen. Zunächst einmal: Ich LIEBE dieses Cover. Ich könnte es die ganze Zeit anschauen und anfassen. Ich weiß gar nicht so genau warum, aber die aufgedruckten Sterne, die Schrift, die kleinen Bilder ergeben ein absolut rundes Bild, welches mir richtig gut gefällt. Im Buchladen hätte ich ganz bestimmt zu diesem Buch gegriffen.

Und auch die Geschichte selbst ist toll und macht Spaß. Manchmal genieße ich so harmlose Lektüre einfach. Man kann wunderbar eintauchen, ohne sich groß  Sorgen machen zu müssen, dass etwas schreckliches passiert. Die drei Mädchen, die App, die Wünsche und die doch durchaus recht harmlosen Probleme die sie haben machten die Geschichte zu einem tollen Lesevergnüngen. Es ist jetzt nicht so, als würde man hier eine wahnsinnig neue Idee vorfinden, doch die Autorin erzählt die Geschichte mit einer ganz besonderen Leichtigkeit, die es mir ermöglichte nur so durch die Seiten zu fliegen.

Die drei Mädels mochte ich ebenfalls gerne, wobei mir von allen Paula am liebsten war. Leni hält sich für zu dick, obwohl sie es gar nicht ist und ist recht viel am Jammern. Amelie hört ihre Eltern streiten und interpretiert da Dinge rein, die eigentlich gar nicht da sind. Paula ist einfach nur Paula, die den großen Wunsch hat, Schauspielerin zu werden und dafür alles tut, was mich sehr beeindruckt hat.

Natürlich kommt die Geschichte auch zu einem schönen und runden Ende, sodass ich guten Gewissens sagen kann, dass man dieses Buch einfach nur genießen kann. Es gibt niemanden der tragisch stirbt oder schwer krank ist. Es gibt natürlich die Probleme, die die drei Mädchen haben, doch handelt es sich dabei ganz einfach nur um total normale Teenagerprobleme, was ich einfach mal so unglaublich angenehm zu lesen fand. Man muss nicht trauern, nicht Angst haben, dass gleich jemand an Krebs stirbt und kann sich einfach nur in die Geschichte fallen lassen. Genau so stelle ich mir eine Wohlfühlgeschichte vor. Daumen hoch!

Fazit:
Ein wunderbar zu lesendes Buch, bei dem mir nur stellenweise die kindische Art der Protagonisten etwas auf die Nerven ging. Ansonsten habe ich es richtig gerne gelesen. Ein wunderbares Sommer-Wohlfühl-Buch, welches ich euch allen ans Herz legen möchte.

Rezension "Mädchen in Scherben"

Titel: Mädchen in Scherben
Autor: Kathleen Glasgow
VerlagFischer
ISBN: 978-3-7335-0415-1
Seitenzahl: 448
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 14,00 €
Alter: ab 14

(c) Fischer
Zum Inhalt:
Charlotte ist ein seelisches Wrack. In ihrem Leben lief nichts so, wie es eigentlich laufen sollte. Ihre Mutter ist gewalttätig und nicht in der Lage, sich um sie zu kümmern, ihre beste Freundin hat versucht sich das Leben zu nehmen und ihre Erfahrungen mit Männern sind allesamt schlecht und von Zwang geprägt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass Charlotte versucht, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Als dies misslingt, kommt Charlotte in eine psychiatrische Einrichtung in der sie schrittweise lernt, ihren Schmerz anders zu bekämpfen. Jedoch wird sie daraus viel zu schnell in die Realität entlassen und muss plötzlich ganz alleine klar kommen. Ein schier unmögliches Unterfangen.

Meine Meinung:
Puuuuh, das ist eine Rezension, die mir ziemlich schwer fällt, fast genauso schwer, wie dieses Buch zu lesen.

Dieses Buch ist wahrlich keine leichte Kost. Charlotte, eine komplett zerbrochene Person auf ihrem Weg zurück ins Leben zu begleiten, schockierte mich gleichermaßen, wie es mich traurig machte. Kein Mensch sollte so etwas wie sie durchmachen. Und so nahm mein Entsetzen immer mehr zu, als ich lesen musste, was sie in ihren jungen Jahren schon alles erlebt hat. Als Leser braucht man schon starke Nerven, um Charlotte auf ihrem Weg zu begleiten. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund und man stößt als Leser auf die Abgründe der menschlichen Psyche.

Ich kann nicht behaupten, dass ich das Buch gerne gelesen habe, denn das wäre einfach die falsche Bezeichnung für diese Geschichte. Stellenweise war ich durchaus gefesselt und gespannt, wie Charlie ihren Weg zurück ins Leben meistern würde. Doch so richtig überzeugen konnte mich die Geschichte nicht. Aufgrund des negativen Themas, ist der Tenor der Geschichte die ganze Zeit ebenfalls recht negativ. Dies ist zwar authentisch, denn alles fröhliche wäre hier Fehl am Platz gewesen, führte jedoch dazu, dass ich es nicht schaffte, das Buch am Stück zu lesen. Immer wieder musste ich es unterbrechen um ein Buch mit etwas leichterer Kost dazwischen zu schieben.

Die Protagonisten sind allesamt zerbrochene Persönlichkeiten. Nicht nur Charlotte ist innerlich kaputt, auch alle Menschen denen sie begegnet, haben nicht nur ein Päckchen mit sich herumzuschleppen. Angefangen bei Blue und allen anderen Mädchen, die mit ihr in der psychiatrischen Einrichtung sind, über Johnnie, den sie an ihrer Arbeitsstelle kennenlernt, bis hin zu ihren Nachbarn, die gemeinsam mit ihr in einem Haus wohnen. Als Leser fällt es schwer, da irgendeine Stelle zu finden, die nicht von Schwermut geprägt ist. Und auch wenn es gut ist, wenn die Autorin so ehrlich und offen beschreibt, wie es Charlie geht, die im Übrigen jemand ist, der sich auch selbst verletzt, so war es mir doch eigentlich zu heftig.

Und hier kommen wir auch gleich zum Schreibstil und der Altersangabe. Der Schreibstil der Autorin gefiel mir leider so gar nicht. Viel zu oft bentzt sie das F-Wort und lässt die Protagonisten am laufenden Band fluchen. Und das nicht nur die Jugendlichen, nein, kaum einer drückt sich normal aus, ohne in jedem zweiten Satz das F-Wort zu benutzen. Das ging mir nach einer Weile ganz schön auf den Keks, wurde aber zum Glück gegen Ende etwas weniger.

Die Altersangabe halte ich für sehr gewagt. Ich würde das Buch nie und nimmer ab 14 empfehlen. Wenn ich überlege, wie instabil manche Persönlichkeiten mit 14 sind und auch an mich zurück denke, mit 14, hätte ich das damals niemals lesen wollen. Eigentlich finde ich nicht, dass es sich bei diesem Buch um ein Jugendbuch handelt. Viel mehr ist es ein Buch für Erwachsene, die eine stabile Persönlichkeit besitzen. Für Jugendliche finde ich sowohl die Thematik als auch den Schreibstil deutlich zu heftig.

Fazit:
Ein Buch, das schockt und traurig macht. Ein Buch, das von Schwermut geprägt ist und mich beim Lesen extrem runterzog. Die fäkale Sprache der Autorin gefiel mir überhaupt nicht. Das Buch abschließend zu beurteilen ist wirklich schwer, doch ist es definitiv keine leichte Kost für Zwischendurch und in meinen Augen auch nicht für Jugendliche geeignet.

2,5 Kerzen

Montag, 30. April 2018

Rezension "Die fünf Gaben"

Titel: Die fünf Gaben (Valenias Töchter 1)
Autor: Rebecca Ross
VerlagCarlsen
ISBN:  978-3-551-58363-5
Seitenzahl: 496
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Brienna ist eine Arden des Wissens. Sie steht kurz vor ihrem Abschluss und ihrer Berufung durch einen Gönner. Doch Brienna hatte nur halb so viel Zeit, wie alle anderen den geforderten Unterrichtsstoff zu lernen und so gerät sie bei der Abschlussfeier in große Bedrängnis. Als sich schließlich doch ein Gönner für sie findet, ist dieser ganz anders, als Brienna ihn sich vorgestellt hat. Von jetzt auf gleich gerät sie in ein Abenteuer mit dem sie so niemals gerechnet hatte und plötzlich geht es um einen Thron und ihrer aller Leben und um die Zukunft ihres kompletten Volkes.

Meine Meinung:
Das Cover dieses Buches finde ich etwas nichtssagend. Der Einband des Buches schillert zwar wunderbar unter dem Schutzumschlag, doch ich denke, dass ich nur aufgrund des Covers, nicht auf dieses Buch aufmerksam geworden wäre.

Als ich dann jedoch den Klappentext las, war ich schnell Feuer und Flamme für die Geschichte. Die Idee klang frisch und neu und endlich mal nach etwas, was mir so in letzter Zeit nicht untergekommen war.

Leider konnte das Buch dann nicht unbedingt das halten, was es durch den Klappentext versprach bzw. welche Erwartungen es dadurch in mir auslöste. Schon zu Beginn kam ich recht schwer in die Geschichte rein. Ich fand die Sache mit den Arden und den Berufenen etwas verworren und kompliziert und stieg lange Zeit nicht wirklich durch, was das sein soll, bzw. was daran das besondere ist. Selbst gegen Ende blieben in dieser Hinsicht Fragen offen, was ich wirklich schade fand.

Die Geschichte selbst konnte mich nicht wirklich fesseln, denn es fehlte mir an Spannung. Dies änderte sich leider auch im weiteren Verlauf der Geschichte nicht, denn überraschende Momente waren Fehlanzeige. Vieles war vorhersehbar, alles lief recht glatt. Den Protagonisten wurden kaum Steine in den Weg gelegt, selten kamen sie vom Weg ab, was schon recht enttäuschend war. Denn so schafften sie alles, was sie sich vornahmen und als Leser wurde man nie aufs Glatteis oder in die Falsche Richtung geführt.

Und auch die Progatonisten konnten nicht alles wett machen. Ich muss zugeben, dass ich gerade Brienna als Hauptperson nicht wirklich mochte. Einige andere, darunter ihren Master und ihre Freundin Merei, mochte ich dagegen sehr gerne. Doch Brienna blieb in meinen Augen blass und nichtssagend und zudem etwas weinerlich und nervig. Mit ihr wurde ich einfach nicht warm. Natürlich machte es dies umso schwerer mit der Geschichte richtig warm zu werden.

Was mir jedoch gut gefiel, war der Schreibstil der Autorin. Bildhaft beschreibt sie die Orte, die eine große Rolle spielen und ließ so Bilder vor meinem inneren Auge entstehen. Stellenweise kam es mir so vor, als wäre ich selbst schon an diesen Orten gewesen. Gut zu lesen ist eben jener Schreibstil ebenfalls, zudem hat er etwas ganz besonderes, was dazu beiträgt, dass das Buch weitab von 0815 ist.

Die Idee selbst ist ebenfalls einer jener Punkte, der ein absoluter Pluspunkt für die Geschichte ist. Wie oft laß ich in letzter Zeit Geschichten, die mir zwar gefielen, die ich jedoch vom Setting her, so schon gefühlte 100 mal gehabt hatte. Hier bekommen wir Leser nun endlich mal eine frische, neue Idee, die mir so noch nicht untergekommen ist. Gepaart mit einem Funken Magie (der sich aber wirklich sehr in Grenzen hält), entführt uns diese Geschichte in ein Reich weit vor unserer Zeit.

Fazit:
Nun klingt meine Rezension bei genauerer Betrachtung doch sehr negativ, doch das soll sie eigentlich gar nicht sein. Das Buch konnte mich zwar nicht vollständig überzeugen und begeistern. Dennoch habe ich es recht gerne und flott gelesen, was nicht zuletzt dem gut zu lesenden Schreibstil und der kreativen Idee der Autorin geschuldet ist.