Donnerstag, 25. April 2013

Rezension "Liberty 9 - Todeszone"

Titel: Liberty 9 - Todeszone 
Autor: Rainer M. Schröder
Verlag: cbj
Seitenzahl: 544
ISBN978-3-570-15465-6
Einbindungsart: Gebunden
Preis: 18,99 €
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ACHTUNG! Diese Rezension könnte Spoiler enthalten, für alle die Band 1 noch nicht kennen!!!

Zum Inhalt:
(c) cbj
Kendira und ihre Freunde haben es wahrhaftig geschafft. Sie sind Liberty 9 und damit ihrem drohenden Todesurteil entkommen. Doch was ist mit denen die zurückgeblieben sind? Was ist mit ihren Freunden? Schnell sind sie sich einige, dass sie zurück müssen um auch den Rest von Liberty 9 von Hyperions Tyrannei zu befreien. Sie holen sich Hilfe von Völkern die außerhalb von Liberty 9 leben, denn alleine hätten sie niemals eine Chance. So planen sie gemeinsam den Angriff auf das streng gesicherte Gelände und sind sich die ganze Zeit im Klaren darüber, dass nur ein Überraschungsangriff den Sieg herbeiführen kann. Werden sie zu früh entdeckt, sind sie verloren. So machen sie sich des Nachts auf den Weg nach Liberty 9, zurück durch den engen Geheimgang um all jene zu retten, die bisher noch ahnungslos sind und nichts von ihrem schlimmen Schicksal wissen. Erfolgreich schaffen es alle nach Liberty 9, doch dann kommt es plötzlich zu unvorhergesehenen Schwierigkeiten und ihr Plan droht zu scheitern. Sollten sie es nicht schaffen, diese schnell aus dem Weg zu räumen sind all ihre Freunde in Liberty 9 und sie selbst rettungslos verloren und dem Tod geweiht.

Meine Meinung:
Letztes Jahr im Herbst, habe ich den ersten Teil von Liberty 9 gelesen *klick* und zugegebenermaßen ziemlich schlecht beurteilt. Trotz allem wollte ich der Reihe nochmal eine Chance geben und beschloss auch Band 2 zu lesen.

Und ich muss sagen, zu Beginn wurde ich wirklich total überrascht. Der Autor punktete mit all jenem was er im ersten Teil vermissen ließ. Spannung, einer flotten Handlung und einer packenden Art zu erzählen. Ich freute mich, dass ich beschlossen hatte auch den zweiten Teil zu lesen und ließ mich von dem Buch gefangen nehmen. Gespannt verfolgte ich das Geschehen um Liberty 9 und die jungen Libertianer. Ich litt mit ihnen und hoffte, dass ihr Plan gelingen möge.

Doch dann, ja dann kam alles ganz anders. Das Buch flachte plötzlich unglaublich ab und ließ mich nicht selten ein Gähnen unterdrücken. Leider kehrt Schröder zu seiner Schreib- und Erzählweise aus Band 1 zurück und machte es mir somit schwer der Geschichte konzentriert zu folgen. Immer wieder schweiften meine Gedanken ab, was dazu führte, dass ich verhältnismäßig sehr lange für die Geschichte brauchte. Langatmig und mal wieder mit viel zu ausführlichen Beschreibungen, an Stellen, an denen es viel knapper gegangen wäre quälte mich die Geschichte stellenweise regelrecht. Wirklich sehr schade, denn zu Beginn des Buches zeigt Schröder ja, dass es auch anders geht.

Auch Kendira nervte mich zusehends. Ich kann es gar nicht so genau erklären, aber irgendetwas störte mich an ihr. Zwar muss ich zugeben, dass sich die Charaktere weiter entwickelt haben und man auch merkt, was sie alles durchmachen mussten, doch blieben sie stellenweise trotz alledem etwas blass. Mit keinem, außer vielleicht Dante, fühlte ich so richtig mit, da sie mir alle ziemlich fremd blieben.

Fairerweise muss erwähnt werden, dass die Geschichte zum Ende hin nochmal richtig spannend wird. Nachdem ich mich durch den wirklich mäßigen Mittelteil durchgeackert hatte fesselte das Buch mich dann doch nochmal. Aber auch hier macht Schröder wieder das, was mich schon im ersten Buch gestört hat. In den Szenen in denen vielleicht mehr Details nötig gewesen wären, belässt er es bei einer kurzen Schilderung. Die spannendsten Szenen gehen viel zu schnell vorbei. Knifflige Situationen werden zum Ende hin viel zu leicht gelöst. Da hatte ich stellenweise das Gefühl, dass dem Autor die Seiten ausgegangen sind und er schnell zu einem Ende kommen musste.

Das Ende selbst ist dann wieder enttäuschend. Viel zu viel wird hier der Fantasie überlassen. Da es sich bei diesem zweiten Band auch um den letzten Band handelt finde ich es schade, dass der Autor gewisse Dinge nicht noch aufklärt. Ich habe mich zum Schluss wirklich so gefühlt als hätte mich der Autor mitten aus dem Geschehen gerissen. Das lässt mich mit keinem guten Gefühl zurück.

Wieder muss ich sagen, dass der Autor mich nicht überzeugen konnte. Vielleicht kann ich mit seiner Schreibweise einfach nicht, das mag sein. Ich bin so enttäuscht, dass das Buch obwohl es zu Beginn wirklich gut war, mich zum Ende hin wiederrum enttäuscht und auch etwas genervt zurücklässt. Stellenweise lässt Schröder aufblitzen, dass es auch anders geht, doch kehrt er immer wieder zu seinem Schema zurück, welches mir überhaupt nicht zusagt. Schade!

Fazit:
Wieder bin ich leider enttäuscht von einem Werk von Rainer M. Schröder. Zu Beginn zwar spannend, flacht das Buch dann so ab, dass ich mich ziemlich durch die Seiten quälen musste und bis auf das dann wieder relativ spannende Ende keinen Spaß mehr am Lesen hatte.

Ich bedanke mich herzlich bei Lies&Lausch und cbj für die Bereitstellung des Leseexemplars!

1 Kommentar:

  1. Ich sag es immer wieder :-) Wie gut, dass ich mir den 2. Teil nicht angetan habe. Manchmal sollte man einfach auf sein Bauchgefühl hören. Tut mir leid um deine verschwendete Lesezeit :-( LG

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