Mittwoch, 13. März 2013

Rezension "Dangerous Deal"

Titel: Dangerous Deal
Autor: Andreas Schlüter
Verlag: Kosmos
Seitenzahl: 291
ISBN: 978-3-440-12930-2
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 12,95 €
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Zum Inhalt:
(c) Kosmos
Christophs Nachbar, Sebastian König, ist tot. Als Christoph erfährt, dass dieser ihm etwas vererbt hat wundert er sich im ersten Moment sehr. Doch dann freut er sich einfach über den Laptop, der noch gut erhalten zu sein scheint. Bis auf ein paar Daten, die sehr kryptisch aussehen, befindet sich fast nichts auf der Festplatte. Doch Christoph ahnt nicht, welche Gefahr diese Daten wirklich mit sich bringen. Als er wenig später einen Anruf erhält und jemand ihm viel Geld für den Laptop bietet schalten sich seine Alarmglocken ein und zusammen mit seinen Freunden schmiedet er einen Plan. Dieser löst sich aber schnell wieder in Luft auf, denn der potenzielle Käufer ist tot. Langsam bekommt Christoph es mit der Angst zu tun. Jeder der auch nur entfernt mit den Daten zu tun hat, muss sein Leben dafür lassen. Auch er? Was ist daran nur so wichtig, dass irgendjemand sie unbedingt in seine Hände bekommen möchte? Christoph gerät in große Gefahr. Einzig seine beginnende Romanze mit Laura gibt ihm noch die Kraft durchzuhalten und die Hoffnung, dass alles gut wird. Doch dann verschwindet Laura und ein Albtraum beginnt.

Meine Meinung:
Achje. Ich glaube inzwischen, dass ich vielleicht lieber die Finger von der Reihe "21 st Century Thrill" von Kosmos lassen sollte. Denn leider bin ich so gut wie jedes Mal nach dem Lesen enttäuscht. Vielleicht bin ich auch nicht mehr die Zielgruppe, vielleicht bin ich einfach zu alt, trotz allem ist es sehr schade, dass mich auch dieses Buch in keinster Weise überzeugen konnte.

Schon der Beginn war mehr als schleppend. Zwar passiert da einiges relativ rasch nacheinander. Trotz allem packte mich die Geschichte nicht so richtig. Ich kam nur mühevoll vorwärts und hatte häufig gar keine Lust mehr weiterzulesen. Auch die Protagonisten und deren Beziehungen zueinander waren jetzt nicht so, dass sie mich in Jubelschreibe ausbrechen ließen oder an das Buch fesselten.

Dann kam der mittlere Teil. Die Geschichte wurde besser, nahm langsam an Fahrt auf. Ich hatte Spaß am Lesen und begann mit zu rätseln, was das wohl für ominöse Daten sind und warum jemand so scharf darauf ist. Ich war gespannt zu erfahren, was die Jugendlichen sich wohl ausdenken würde um heil aus dieser Sache herauszukommen. Leider findet sich hier schon der nächste Kritikpunkt. Teilweise sind die 4 ja wirklich pfiffig und haben tolle Ideen. Doch als sie diese umsetzen und sich niemand darüber wundert, dass sie mehrere Tage, wegen einem fadenscheinigen Grund und ohne Entschuldigung der Eltern in der Schule fehlen, kam bei mir schon so ein leichter Widerwillen auf. Auch Christophs Eltern sind sowas von naiv und glauben Laura jede ihrer noch so abstrusen Storys, dass ich mir wirklich gerne an die Stirn geklatscht hätte.

Aber nun gut, dachte ich. Sollte es dabei bleiben, ist das zwar ein bisschen unrealistisch, aber ok, das Buch ist spannend, damit kann ich leben. Und dann kam der letzte Abschnitt. Leider versaute dieser so ziemlich alles, was man eigentlich versauen kann.

Die Spannung blieb zwar weiterhin erhalten, doch scheiterten die Jugendlichen mit jeder ihrer Ideen. Immer ging etwas schief und dann gab es auch noch so absurde Zufälle zwecks verschiedener Begegnungen dass ich fast schon einen Lachanfall bekam. Viel zu überzogen und null glaubwürdig schildert der Autor hier die Jagd nach übermächtigen Verbrechern. Auch mischen sich dann einige unlogische Details in die Geschichte, die ich so nicht verstanden habe. Ich vermute da einfach mal einen Fehler in der Geschichte, aber sowas ärgert mich wirklich.

Und dann ja dann kam das Ende. Und das geht einfach gar nicht! Sorry, aber selten hat mich eine Geschichte so verärgert und enttäuscht zurückgelassen. Wie kann man diese Geschichte bitte so beenden? Manche Dinge werden einfach nicht aufgeklärt, vermisste Personen bleiben vermisst und letztendlich erfährt man viele Hintergründe, die ich für sehr wichtig gehalten hätte überhaupt nicht. Puh ich bin echt ein bisschen sauer, dass die Geschichte an der Stelle und vor allem so deprimierend zu Ende gegangen ist. Manchmal kann das Ende die Geschichte ja retten. Hier war das Gegenteil der Fall. Was vielleicht davor noch gut war, wurde durch dieses so enttäuschende Ende komplett eingerissen. Schade echt, denn eigentlich kann Andreas Schlüter ja tolle Geschichten erzählen!

Einen Pluspunkt gibts noch für die gute Idee. Denn hinter der Geschichte steckt schon so einiges an Thematik, die auch hochbrisant und sicher sehr aktuell ist. Teilweise könnte ich mir sogar vorstellen, dass sowas wirklich passiert. Aber eben nur teilweise, da manches wie schon beschrieben zu absurd war. 

Fazit:
Zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten, da mich die Geschichte nicht so richtig packte, dann wurde es wirklich spannend, aber leider auch viel zu unglaubwürdig und konfus. Das Ende setzt dem ganzen noch die Krone auf, in dem es mich enttäuscht und mit vielen offenen Fragen zurücklässt. Schade, denn aus der Grundidee hätte man viel mehr machen können!

Ich bedanke mich herzlich bei Kosmos & Lies und Lausch für die Bereitstellung des Leseexemplars!



Kommentare:

  1. karin11:59

    Nun mein jüngster Sohnemann war da sehr angetan davon.
    Der kennt den Autoren Andreas Schlüter von den Level 4 Büchern her.

    LG..Karin...

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    1. Ja, mein Bruder hat auch die Level 4 Reihe gelesen und fand sie ganz gut. Vielleicht bin ich ja wirklich auch einfach nur zu alt, aber mir hat es wirklich nicht gefallen! :) Wie alt ist denn dein Sohn?
      Liebe Grüße
      Caro

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