Montag, 13. August 2012

Rezension "Sündenkreis"

Titel: Sündenkreis
Autor: Claudia Puhlfürst
Verlag: blanvalet
Seitenzahl: 416
ISBN: 978-3-442-37697-1
Einbindungsart:Taschenbuch
Preis: 9,99 €
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Zum Inhalt:
Während einer Modenschau wird die Leiche einer jungen Frau auf einer Bahre mitten auf die Bühne heruntergelassen. Die Zuschauer sind schockiert, zumal das Model übel zugerichtet ist. Auch die Journalistin Lara Birkenfeld ist mit vor Ort und fassungslos. Natürlich möchte sie darüber schreiben. Doch nicht nur das. Der Fall lässt sie einfach nicht mehr los und so beginnt sie zu recherchieren und auf eigene Faust nachzuforschen. Doch das Model soll nicht die einzige Tote bleiben. Zudem muss Lara feststellen, dass alle Toten Gemeinsamkeiten aufweisen. Bei den Recherchen erhält sie Hilfe von ihrem Freund Jo und vergisst dabei, dass sie dabei ist sich mit einem Serienmörder anzulegen. Zudem gerät sie in das Visier einer ominösen Sekte, der "Kinder des Himmels", die nicht nur eine Leiche im Keller haben. Bald gerät Lara selbst in große Gefahr.

Meine Meinung:
Leider konnte "Sündenkreis" meine Erwartungen nicht so ganz erfüllen. Ich hatte einen richtig spannenden, vielleicht auch ein bisschen blutigen Thriller erwartet. Aber dieser Erwartungen wurden nicht wirklich erfüllt. Zwar war die ein oder andere Stelle schon blutig und Spannung gab es auch das ein oder andere Mal, aber richtig überrascht wurde ich selten.

Auch wurde zu Anfang und auch zwischendrin ab und an ziemlich viel Fäkalsprache benutzt, was in diesen Szenen zwar zu der Protagonistin, um die es ging, gepasst, mich aber trotzdem irgendwie gestört hat. Ich finde, das hätte man auch anders machen können.

Auch die Hauptperson Lara Birkenfeld war mir zu Beginn alles andere als sympathisch. Sie scheint so ziemlich jeden Mann in ihrer Umgebung scharf zu finden und teilweise reicht schon die Stimme eines Mannes um ihr ein "wohliges Kribbeln im Unterleib" zu verschaffen. Äääh ja,  ich weiß auch nicht, aber muss das echt sein? Leider zieht sich das bis zum Ende hin. Ich hatte ja die ganze Zeit die Hoffnung, dass sich das irgendwie legt und Lara sich für einen Mann entscheiden kann. Und obwohl sie das mehr oder weniger tut, findet sie auch weiterhin jeden Mann, der in ihrer Umgebung auftaucht toll. Zudem hängt sie sich so unglaublich in den Fall rein, obwohl sie irgendwann sogar ein Schreibverbot bekommt. Eigentlich ist das ja mehr Aufgabe der Polizei. Auch das war stellenweise ein bisschen unlogisch und von der Protagonistin alles ein bisschen undurchdacht und naiv. Auch einige der anderen Personen handeln nicht immer ganz logisch und das fand ich dann schon auch ein bisschen schade. Alles in allem konnte keiner der Protagonisten wirklich durch Sympathie überzeugen und ich denke nicht, dass ich Lust habe noch mehr Fälle mit Lara Birkenfeld in der Hauptrolle zu lesen. Auch wenn die vorherigen Fälle ihr Verhalten vielleicht stellenweise erklären könnten.

Zu Beginn ist das Buch schon wirklich spannend. Die Toten tauchen auf und man möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Zudem bekommt man einen ganz guten Einblick in verschiedene bzw. im Besonderen in eine Sekte. Doch leider lässt die Spannung nach einer Weile ein bisschen nach. Relativ früh hatte ich eine Ahnung, wer Dreck am Stecken hat und der Täter sein könnte. Am Ende hatte ich mit dieser Ahnung dann auch Recht. Das fand ich echt schade, denn in Thrillern lasse ich mich echt gerne überraschen und finde es immer toll, wenn ich bis zum Ende auf einer falschen Fährte bin. Leider war dies hier nicht der Fall.

Zum Ende, also zum Showdown hin wird die Geschichte dann allerdings nochmal spannend. Obwohl ich schon einige Ahnungen hatte, habe ich die Auflösung dennoch herbeigesehnt. Ich wollte wissen wer der Täter ist und ob ich mit meinen Vermutungen recht hatte. Zudem gibt es am Ende noch einige brenzlige Situationen,  die mich fast an den Nägeln knabbern ließen. Leider reicht das für mich nicht, für einen richtig guten Thriller, da ich da schon die Erwartung habe, dass die Spannung über die komplette Zeit hoch bleibt.

Alles in allem war das Buch nicht schlecht, aber als Thriller würde ich es nicht wirklich bezeichnen. Dafür hat mir einfach zu viel Spannung gefehlt. Dazu dann noch die eher unsympathischen Protagonisten, machen das Buch für mich leider nicht zu dem, was ich erwartet hatte. Schade. Ich denke aus der Idee hätte man mehr machen können. Denn vorallem die Einbindung der Sekten war durchaus interessant, wenn auch stellenweise wirklich sehr widerwärtig (was das Ganze leider realistisch gemacht hat und so ein bisschen an die Skandale der katholischen Kirche erinnert hat).

Fazit:
Leider konnte mich dieser Thriller nicht wirklich überzeugen, da richtig packende Spannung nur zu Anfang und am Ende gegeben waren, das Ende zu offensichtlich war und auch die Protagonisten mich nicht wirklich überzeugen konnten. Die Grundidee und das Sektenthema waren allerdings nicht schlecht, hätten nur ein bisschen mehr ausgebaut werden können.

Ich bedanke mich herzlich bei Lies & Lausch und Blanvalet für die Bereitstellung des Leseexemplars.

2,5 Punkte, so Leid es mir tut!

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