Sonntag, 5. August 2012

Rezension "Schmetterlingstod"

Titel: Schmetterlingstod
Autor: Oliver Becker
Verlag: Gmeiner
Seitenzahl: 338 Seiten
ISBN: 978-38392-1322-3
Einbindungsart:Taschenbuch
Preis: 11,90 €
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Zum Inhalt:
John Dietz ist Privatdetektiv. Allerdings ein eher mäßig erfolgreicher. Seine Fälle hielten sich bisher in Grenzen, vorallem die erfolgreich gelösten. Bis eines Tages Laura Winter vor seiner Tür steht. Laura, eine ehemalige Schulkameradin, Laura, die sich nie für ihn interessierte und schon immer ziemlich überheblich war.  Doch dieses Mal braucht Laura wirklich seine Hilfe. Lauras Schwester Felicitas ist tot und Laura möchte wissen, was mit ihr vor dem Unfall los war. Lange schon hatte sie keinen Kontakt mehr zu ihrer Schwester und nun möchte sie im Nachhinein erfahren, wie deren Leben so war. John soll ihr dabei helfen, obwohl sie nicht das größte Vertrauen in ihn hat. Er beginnt auch sofort mit der Spurensuche, ist allerdings auch hier mäßig erfolgreich, da alle Leute auffällig schweigen und anscheinend nicht über Felicitas reden wollen. Laura will ihm den Fall schon fast wieder entziehen, als er auf erste Ungereimtheiten stößt und Laura selbst in Gefahr gerät.

Meine Meinung:
Zunächst einmal möchte ich etwas zu der Gestaltung loswerden. Der Schmetterling auf dem Cover ist super passend zur Geschichte gewählt. Man merkt es zwar nicht sofort, aber irgendwann im Laufe der Geschichte fällt einem auf, wieso da wohl ein Schmetterling auf dem Cover ist. Zudem taucht der Schmetterling auch in der Innengestaltung des Buches immer wieder auf. Wenn ein Abschnitt beendet ist, gibt es einen kleines Bild von einem Schmetterling.

Neben den optischen Highlights hat die Geschichte selbst auch einiges zu bieten. Nicht nur den Lokalkolorit, nein auch noch jede Menge Spannung und tolle Charaktere.

"Schmetterlingstod" ist ein lokaler Krimi, welcher in Freiburg und Umgebung spielt. Besonders gut hat mir die Tatsache gefallen, dass auch Stuttgart die ein oder andere Erwähnung findet, da ich selbst aus Stuttgart komme. Ich mag es einfach wenn in Krimis Gegenden vorkommen, die mir selbst bekannt sind, oder aber in meiner Nähe liegen. Für alle, die nicht von hier kommen sei gesagt, dass sie das Buch auch ohne Probleme lesen können. Es wird nicht schwäbisch oder badisch oder so gesprochen und auch sonst wird man auch ohne Ortskenntnisse keine Probleme haben.

"Schmetterlingstod" plätschert nach dem schon sehr spannenden Prolog zunächst etwas vor sich hin. Es passiert nicht so richtig viel, denn John steckt mit seinen Ermittlungen ein bisschen fest. Und doch merkt man als Leser, dass da unterschwellig irgendetwas im Gang ist. Man merkt, dass etwas nicht stimmt und blättert die Seiten deswegen umso schneller um. Und dann wird es auch von Seite zu Seite spannender. Die Seiten fliegen nur so dahin, weil John plötzlich einen Fund nach dem anderen macht. Und scheinen manche zunächst nur sehr unwichtig zu sein, so sind sie es letztendlich gar nicht und bringen ihn ein großes Stück weiter. Die Spannung steigert sich immer mehr, bis sie an ihrem Höhepunkt angekommen ist und man unbedingt wissen will, was denn nun hinter all den seltsamen Vorkommnissen steckt. Und man wird nicht enttäuscht.

Neben der Spannung und dem Lokalkolorit haben mir, wie oben schon erwähnt, auch die Protagonisten sehr gut gefallen. John wirkt zu Anfang noch sehr unbeholfen. Mit der Zeit merkt man aber, dass er ein richtig gutes Gespür für spannende und wichtige Spuren hat. Auch Laura ist zu Beginn alles andere als sympathisch. Man möchte sie am Liebsten nehmen und kräftig durchschütteln. Doch nach und nach lässt sie ihre harte Fassade fallen und mehr von dem durchblicken, was eigentlich dahinter steckt. Sie wird einem dann sogar richtig sympathisch und auch John beginnt sie zu mögen. Gemeinsam machen sie sich daran das Rätsel um das Leben ihrer verstorbenen Schwester zu lösen und sind dabei ein richtig gutes Team, welches ich in weiteren Fällen gerne wiedersehen würde.

Zum Ende hin löst der Autor alle wichtigen Dinge auf. Er lässt zwar auch die ein oder andere Nebengeschichte offen, aber im Prinzip spielt das für die Haupthandlung nicht wirklich eine Rolle. Zudem wartet er am Ende mit einer dicken Überraschung auf, mit der ich so nicht gerechnet hätte und der Fall nimmt eine ganz andere Wendung, als erwartet. Aber lest selbst, mehr möchte ich hier nicht verraten.

Fazit:
Ein gelungener Regionalkrimi, mit einem spannenden Fall, der am Ende ganz anders ist, als eigentlich gedacht und unglaublich tollen Protagonisten, die ein klasse Team abgeben!

Ich bedanke mich herzlich bei Lies&Lausch und Gmeiner für die Bereitstellung des Leseexemplars!



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